Bürger*innenmedienarbeit

Bürger*innenmedien
arbeit

Das Medienmachen hat im Bürgerhaus Bennohaus Tradition – schon seit 1997 haben die Bürger*innen Münsters bei uns die Möglichkeit, das Fernsehmachen zu lernen und dabei eigene Ideen umzusetzen. Und auch unser Radiostudio kann auf jahrelange Beteiligung am Münsteraner Bürgerfunk zurückblicken.

Alle interessierten Bürger*innen können in unserer Stadtteilredaktion mitmachen. Im Sinne der Bürgermedien sind Zugangsoffenheit und praktische Medienkompetenzvermittlung die Grundlagen für unsere Arbeit. Alter, Herkunft, Geschlecht oder Bildungsgrad spielen dabei überhaupt keine Rolle.

Es gibt viele Möglichkeiten, ins Medienmachen bei uns einzusteigen. Das bedeutet nicht Kaffeekochen oder Kabelschleppen, sondern aktives Lernen, die Verknüpfung von Theorie und Praxis und das Übernehmen von Verantwortung für die Produktion. Ob als Redakteur*in, Kamerafrau, Tonassistent*in oder Cutter*in – im Bennohaus kann jede*r alles lernen. Das dabei entstehende crossmediale Programm lebt von kreativen Köpfen, die ihre Meinung sagen, die sich von einer Idee begeistern lassen, sie verfolgen und weiterentwickeln. Unser Ziel ist die praktische Auseinandersetzung mit Medien und die Partizipation an öffentlichen Diskursen mit Hilfe von Medien. Beides ist eng miteinander verzahnt, da unsere Medienkompetenzvermittlung die Basis legt, um sich medial zu äußern.

Jedem Mitwirkenden und jedem Produkt werden hohe Wertschätzungen entgegengebracht, um die Motivation aller Beteiligten zu fördern und Kritik stets konstruktiv zu gestalten. Fehler sind ein akzeptierter Teil dieses Prozesses, der niemals auf Druck oder Angst beruht. Alle Mitwirkenden können ihre Ideen, Meinungen und Ansichten sowohl innerhalb des Fachbereichs als auch in ihren Produktionen frei äußern, solange sie nicht ethische und journalistische Standards verletzen. Flache Hierarchien ermöglichen es engagierten Mitwirkenden, verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen.

Wer ein Teil des Teams werden und mitarbeiten möchte, kann jederzeit und solange wie gewünscht im Rahmen eines freiwilligen Engagements oder eines Praktikums bei uns einsteigen und dabei auch einmal pro Jahr eine intensive Fortbildung besuchen.

Längerfristige Mitarbeit, die über ein einfaches Praktikum hinausgeht, ist im Rahmen eines Bundesfreiwilligendiensts für ein Jahr oder im Rahmen einer Ausbildung zum*zur Mediengestalter*in Bild und Ton möglich. Die Ausbildung dauert im Regelfall drei Jahre, dabei werden zahlreiche Basisfähigkeiten vermittelt, die im Zuge von Film-, Fernseh- und Radioproduktionen Anwendung finden. Ein*e Mediengestalter*in Bild und Ton kann so nach dem Abschluss in jedem Produktionsschritt eingesetzt werden.